2026 - bis jetzt sehr bunt

Der Mai hat gerade begonnen und ich blicke bereits auf ein paar überaus abwechslungsreiche Monate zurück.
Das absolute Highlight ist mit Sicherheit, dass ich seit Februar Co-Intendantin vom grandios schnuckeligen Theater Experiment bin. Mit Stefanie Elias, Andreas Paul SeidlundPaulWibornyteileichmitdieLeitung dieses Theaters, das mittlerweile 70 Jahre alt und die längste durchgängig bespielte Kleinbühne Wiens ist. Vor allem aber ist es die Spielstätte,inderichangefangenhab,professionellesTheater zu spielen. Es ist mein theatrales Kinderzimmer und die damaligen Intendanten Erwin Bail und Fritz Holy haben mirgroßartigeundherausforderndeRollengegeben. 
Ich hab eigentlich nie vorgehabt ein Theater zu übernehmen, aber jetzt, wo es passiert ist und auf so organische und selbstverständliche Weise, fühlt es sich absolut richtig anundichfühlemichsehrbeschenkt, Teil unseres sogenannten Leitungskleeblattes zu sein und von nun an die Geschicke dieses Schatzkisterls, mit Menschen, die ich sowohl auf der persönlichen,alsauchberuflichenEbene sehrschätze, mitzugestalten.

Dann hatte ich 3 leiwande Drehtage für Tatort und zwar den ersten mit dem neuen Team- Miriam Fussenegger und Laurence Rupp unter der Regie von Dominik Hartl. Die Episode ,Krähen im Hof‘isteinzutiefstwienerischer Tatort und wird 2027 ausgestrahlt. Abgesehen davon, dass es natürlich urigst cool is, in nem Tatort mitzuwirken, war ich auch schlicht begeistert von der Arbeit am Set,weilwirklich alleLeutln- wurscht ob Schauspielkolleg:innen oder eines der vielen Departments hinter der Kamera- freundlich, entspannt, kollegial, professionell waren und ich so 3 wundervolleDrehtagehatte. Daran könntich mich echt gewöhnen.

Und abgesehen davon bin ich mit unterschiedlichen theatralen Produktionen eingedeckt - ,Titanic, eine Ozeanphantasie‘, Gastspiel von ,Eine Nacht mit Lady Macbeth‘ im Theater WestlichesWeinviertel,Lesungen an Schulen mit ,Kindheit und Jugend unterm Hakenkreuz‘, Vorarbeit für meine Lesung ,Verborgene Texte‘ am Theaterfestival Hin&Weg -fad wird mir nicht.

Bei all dem Beruflichen ist es mir überaus wichtig, auch Raum für mich zu haben, mit Achtsamkeit durchs Leben zu gehen, meine sozialen Kontakte zu pflegen,zu reisen und auch meine physische undpsychische Gesundheit zu achten. Im Großen und Ganzen gelingt mir dies ganz gut. Ab und zu muss ich mir aktiv sagen, dass ich - und das macht auf Englisch viel Sinn:I am á human being not a human doing. Drum freue ich mich schon jetzt auf meinen Sommerurlaub in Kanada, auf einen kurzen herbstlichen Urlaub in Rom und so Zwischendurchverschnaufer mit Freund:innen.